Der Autor Peter Freund

Peter Freund ist seit 1980 in der Film- und Fernsehbranche tätig, zunächst als Leiter und Manager verschiedener Kinos in Berlin, dann im Filmverleih und seit 1993 als Producer.

Als Autor, Dramaturg und Produzent ist er für zahlreiche Fernsehserien und -filme verantwortlich. Peter Freund lebt und arbeitet in Berlin. Weiterlesen...

Aktuelles Buch


Wie alles begann

Der große Kosmische Krieg

Alles begann in der Morgenröte der Zeiten. Als das Chaos geordnet und die Sterne und Planeten von den Unwirklichen Weiten geschieden wurden, wiesen die Mächte, die den Lauf der Welten bestimmen, den Menschen die Erde zu. Das aber versetzte die dämonischen Dunkelschwingen, die ebenfalls auf den blauen Planeten gehofft hatten, in rasenden Zorn. In seiner grenzenlosen Wut und Enttäuschung wollte sich ihr Anführer Baalsebul damit nicht abfinden und so widersetzte er sich dem kosmischen Willen. Mithilfe seiner dunklen Heere versuchte er die Erde mit Gewalt in seinen Besitz zu bringen.

Die Weltgeister konnten sich das natürlich nicht bieten lassen. Deshalb befahlen sie den engelsgleichen Lichtschwingen, den Menschen zu Hilfe zu eilen und sie vor den Dunkelschwingen zu beschützen. Daraufhin entbrannte ein mächtiger Krieg zwischen den beiden Heeren, der mit einer vernichtenden Niederlage der Dunkelschwingen endete. Die Lichtschwingen untersagten ihnen strikt den Zugang zur Welt der Menschen und bannten einen großen Teil ihrer dämonischen Energie ins dicke Eis der Polkappen, auf dass sie dort für immer eingeschlossen bliebe und keinen Schaden mehr anrichten würde. Baalsebul aber, der sich ins Innere eines riesigen Meteoriten geflüchtet hatte, um dem Zorn seiner Bezwinger zu entgehen, stürzten sie mitsamt seinem Versteck in die tiefsten Abgründe der Erde und verschlossen die Pforte der Finsternis mit einem mächtigen Siegel, das ihm das Betreten der Menschenwelt auf immer verwehren sollte. Die ihres streitlustigen Anführers beraubten Dunkelschwingen aber zogen sich geschlagen auf ihren Heimatstern Arkanus in den Unwirklichen Weiten zurück.

Die Mächte der Dunkelheit

Ihrem Verlangen nach der Erde tat das jedoch keinen Abbruch. Aus Furcht vor den Lichtschwingen wagten sie allerdings keinen offenen Angriff mehr. Immer wieder mischten sich einzelne Dunkelschwingen heimlich unter die Menschen und zeugten Nachkommen mit ihnen, die ihnen dabei behilflich sein sollten, Baalsebul zu befreien und die Erde in ihre Gewalt zu bringen: die Fantome der Finsternis, die in menschlicher Gestalt daherkamen, um ihre Monsternatur zu tarnen. Was ihnen jedoch nur höchst unzulänglich gelangt. Sie offenbarten ihr wahres Wesen nämlich nicht nur ihresgleichen oder ihren Herrn und Gebietern, sondern auch dann, wenn sie ihren Zorn auf die Menschen und ihre Blut- und Mordgier nicht unterdrücken konnten. Zu ihrem großen Leidwesen mussten die Dunkelschwingen alsbald feststellen, dass die Fantoms aufgrund ihres unbeherrschten Wesens nicht in der Lage waren, die ihnen zugedachten Aufgaben zu erfüllen. Zumal die meisten von ihnen nur über eine eingeschränkte, vorwiegend dunkle Intelligenz verfügten. Deshalb kam ihre Monsternatur immer wieder zum Vorschein, sodass nur ganz wenige ihr Ziel in der menschlichen Gesellschaft erreichten: nämlich die mächtigen Schlüsselstellen von Politik und Wirtschaft.

Daher griffen die dämonischen Geistwesen alsbald zu einem weit perfideren Mittel: sie verfielen nämlich alsbald darauf, die Menschheit auf andere Weise zu infiltrieren - sie schlüpften unbemerkt in den Körper eines Menschen, ergriffen Besitz von seinem Geist und zwangen ihrem unfreiwilligen Wirt ihren Willen auf. Während die Betroffenen nach außen hin wie ganz normale Menschen wirkten und auch entsprechend auftraten, dienten sie in Wahrheit lediglich als willenlose Larven für die Dunkelschwingen, die sich ihrer bemächtigt hatten.

Mithilfe dieser Larven gelang es ihnen nicht nur, zahlreiche wichtige Positionen in Politik, Wirtschaft, Kultur und öffentlichem Leben einzunehmen, sondern auch noch eine weitere Spezies zu zeugen: Die Nokturni nämlich, wie die Menschen genannt werden, die der Verbindung zweier Larven entstammen. Sie kennen nicht nur weder Gewissen noch Skrupel und sind zudem von maßloser Gier beseelt, sondern unterscheiden sich auch in nichts von anderen Menschen. Selbst die Illumini können sie kaum erkennen und schon gar nicht auf Anhieb. Im Gegensatz zu den Fantoms und Larven können die Nokturni nämlich nicht durch die von ihnen ausgestrahlte dämonische Energie entlarvt werden, sondern nur durch ihre Taten.

Die Mächte des Lichts

Glücklicherweise schauten die Lichtschwingen, denen der Schutz der Erde anvertraut war, dem schrecklichen Treiben ihrer Feinde nicht tatenlos zu, sondern verbündeten sich ihrerseits mit ihnen wohl gesinnten Menschen und zeugten ebenfalls Nachkommen mit ihnen, die Illumini genannt wurden. Anders als die übergroße Mehrzahl der Erdenbewohner waren diese nicht nur in der Lage, die fast perfekte Tarnung der Fantoms und Larven zu durchschauen, sondern konnten sie auch wirksam bekämpfen und ihre Angriffe abwehren. Genau wie die Nokturni unterscheiden sich auch die Illumini rein äußerlich nicht im Geringsten von ihren Mitmenschen. Den meisten von ihnen ist ihre besondere Abstammung noch nicht einmal bewusst, bis sie an ihrem fünfzehnten Geburtstag urplötzlich feststellen, dass sie eine ganz besondere Gabe besitzen: Einer ihrer fünf Sinne ist nämlich deutlich besser ausgeprägt als bei ihren Mitmenschen - sie können außergewöhnlich gut sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen. Allerdings müssen sie die in ihnen schlummernden Fähigkeiten erst entsprechend ausbilden und beharrlich üben, um sich ihre besonderen Talente richtig bedienen zu können – und genau das ist die Aufgabe der Guardians of Secret Powers, einem Geheimbund, zu dem sich besonders begabte Illumini schon vor Jahrhunderten zusammengeschlossen haben. Auch Leonardo da Vinci soll einstmals ein Guardian gewesen sein, auch wenn das bis heute nicht eindeutig belegt ist.

Im frühen Mittelalter war der geheime Bund nur in Athen und Rom zu finden, wo er natürlich noch seinen ursprünglichen lateinischen Namen trug. Die englische Bezeichnung wurde nämlich erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts eingeführt. Doch inzwischen haben sich die Guardians fast über die gesamte Welt verbreitet. Ihr Sitz befindet sich in der Regel in der jeweiligen Hauptstadt des Landes, wo sie unter dem Deckmantel der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der weltweiten Zusammenarbeit mit der Gabe gesegnete Jugendliche für den Kampf gegen die Fantoms und Nokturni ausbilden. Eigentümlicherweise ist diese besondere Gabe nur wenige Jahre aktiv: Sie offenbart sich stets erst am fünfzehnten Geburtstag und schläft mit Ablauf des achtzehnten Lebensjahres wieder ein, sodass ältere Guardians zwar alles über diese besonderen Fähigkeiten wissen, sie aber nicht mehr einsetzen können. Deshalb geben sie ihr Wissen an Jüngere weiter und bildeten diese zu Warriors aus, damit sie für den Kampf gegen die dunklen Mächte gerüstet sind. Den Grund für diese zeitliche Begrenzung hat noch niemand herausgefunden. Merkwürdigerweise ist dieses Phänomen bei den Nokturni völlig unbekannt, auch wenn sich in ihren Reihen natürlich ebenfalls Jugendliche befinden.

 

Über diesen LINK findet ihr eine Berlin-Karte mit den wichtigsten Schauplätzen des Buches.

Und über diesen LINK geht es zu einem ausführlichen Interview mit Peter Freund zu seiner neuen Buchreihe.